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Donnerstag, 2. Januar 2014

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

www.waltermitty.com   


Wieder einer der Filme, auf die ich monatelang hingefiebert habe.
Und der mich in absolut keinster Weise enttäuscht hat! Das erstaunliche Leben des 
Walter Mitty sind großartige Bilder, großartige Musik, großartige Geschichte.

Alles was mich sonst an Hollywood Produktionen oft nervt, fehlt hier. Eine unmögliche Beziehung die doch klappt, völlig überzogene Charaktere, damit auch bloß ihre Absichten klar werden. Die Klischeefiguren (Nerd wird Held, Sexbombe stellt sich als Nerdfrau raus) fehlen.
Ben Stiller überzeugt völlig. Als Regisseur, als Hauptfigur, als Walter Mitty. 

Fazit des Filmes ist nicht: Nur wenn du dein Leben im Ausland verbringst, bist du toll, sondern wenn du dein Leben in die Hand nimmst, wird es großartig.
Also ein Reisefilm, der bei mir nicht das Schlechte Gewissen, dass ich gar nicht soooo viel reisen will, weckt. Der mit diesen unglaublichen Landschaften überzeugt, ohne sich Klischeeländern zu bedienen und trotzt seiner Absurdität so nah am Leben wirkt.
Und dann diese perfekten Übergänge <3. Die völlig absurden Tagträume, die so gut gemacht sind <3. Und die wundervolle Typografie, die immer wieder auftaucht.

Walter Mitty ist Eintauchen, Genießen, keine Minute Langeweile und mit einem Strahlen im Gesicht das Kino verlassen.

Fazit: Wer einen richtig schönen, gut gemachten Film sehen will, kommt hieran nicht vorbei. Ich habe mich verliebt und werde ihn sobald er auf DVD rauskommt in mein Top 10 Regal stellen.
Und: Unbedingt Soundtrack anhören!

Sonntag, 17. März 2013

Die zauberhafte Welt von Oz

www.kino.de
Letzte Woche in der zauberhaften Welt von Oz gewesen. Angeblich mit besseren 3D-Effekten als Avatar! Ich war gespannt. Und was das anging, wird man bei der Vorgeschichte zum "Zauberer von Oz" nicht enttäuscht. Die 3D-Effekte werden einem nur so um die Ohren gehauen, bis es fast schon an die Schmerzgrenze geht, aber man muss zugeben, sie sind ziemlich, ziemlich gut.
Monsteraffen fliegen einem ins Gesicht, Killerpflanzen springen dich an, Wildwasserrafting und Flugsimulator, alles inklusive.

Die Bilder: Der Wahnsinn. Gigantische Landschaftsaufnahmen, verrückte Charaktere, Farbexplosionen, eine Reise durch ein Wunderland. Die Nebenrollen sind wunderschön gestaltet, vom Affenpagen, über die kleine Porzellanpuppe und den Einwohnern von Oz, bei denen sich keine verrückte Frisur wiederholt.
Auch die Musik lässt keine Wünsche offen. Mit Danny Elfman hat Sam Raimi sich natürlich auch einen meiner absoluten Lieblings ins Boot geholt.

Doch nicht nur musikalisch scheint er sich Tim Burton zum Vorbild genommen zu haben, sondern auch in den  Hauptrollen. Die Rolle des Zauberers sollte von Johnny Depp besetzt werden und das ist in jedem Wort, in jeder Geste zu spüren. James Franco gibt sich wirklich Mühe, aber er wirkt eben doch ein wenig sehr bemüht, den typischen Johnny Depp zu spielen.

Die Geschichte an sich ist ganz nett, aber doch etwas vorhersehbar, sehr klischeehaft und zeigt nichts, was man nicht schon gesehen hat. Gegen Ende tun sich dann auch immer mehr Lücken und Ungereimtheiten auf, über die man noch hinwegsehen könnte, würde Mila Kunis als böse Hexe nicht permanent eine unglaublich penetrante Hexen-Lache an den Tag legen würde, die einen nach spätestens einer Stunde zur Weißglut bringt.
Und auch das Ende bleibt mir ein Rätsel.

Man wird einfach das Gefühl nicht los, dass sich hier die Kreativen austoben wollten, dafür die Welt von Oz als Spielplatz nutzen und die Geschichte dabei eigentlich relativ egal ist.

Fazit: Visuell ein grandioses Feuerwerk, inhaltlich eher mau. Drei Kekse.





Freitag, 4. Januar 2013

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

www.thehobbit.com


Viel wurde darüber geredet, lange wurde er angekündigt und jetzt ist er schon seit fast einem Monat im Kino, der Hobbit. Und meiner Meinung nach ist er seinen Ankündigungen mehr als gerecht geworden. Ich selbst hab ihn zweimal im Kino gesehen, einmal mit HFR, einmal ohne, beide Male 3D.
Erstmal dazu: HFR lohnt sich. Alle haben schon darüber geredet: Man muss sich daran gewöhnen, es fühlt sich am Anfang an wie eine Doku, es ist neu. Aber es ist gut. Es gibt den 3D-Effekten eine phänomenale Wirkung. HFR schafft es, dass man sich phasenweise wie in einer Achterbahnfahrt fühlt, die Bilder sind rasant und klar, die 3D-Effekte werden geschickt genutzt und wirken zum Ersten Mal nicht an einzelnen Stellen wie Spielereien, sondern sind fester Bestandteil des Films. Mehr als einmal zuckte ich auch beim Zweiten Schauen im Sitz zusammen.

Soviel zur Technik. Weiter mit dem Inhalt:
Ich habe den Hobbit leider nie komplett gelesen, deswegen kann ich mich nicht genauer auf die exakte Umsetzung beziehen, aber zumindest in den ersten Szenen wird zu großen Teilen der originale Text verwendet. Am Anfang wird eine wunderbare Brücke zum ersten Herr der Ringe geschlagen, als man den alten Bilbo beim Schreiben und den jungen Frodo noch ganz unbeschwert in der Hobbithöhle bei den Vorbereitungen zum Fest sieht. Doch ab da beginnt eine ganz eigene Geschichte, von der ich für die Unwissenden nicht zu viel erzählen möchte.

Was ich sonst noch sagen will:
Jeder Charakter ist unglaublich individuell gestaltet. Kein Zwerg gleicht dem Anderen, kein Ork sieht aus wie ein Zweiter. Trotzt der düsteren Geschichte und Atmosphäre, gibt es ständig Lacher und das ganz ohne die Stimmung zu kippen oder zu gewollt zu wirken. Eine Geste, eine Gestalt, ein Gesichtsausdruck reichen aus und der Saal lacht. Die Musik ist in Themen aufgebaut und das Lied, das Thorin zu Beginn in Beutelsend singt, begleitet uns durch den ganzen Film, ebenso wie die Ring-und Hobbitthemen aus dem Herrn der Ringe. Einzig ein bisschen kürzer hätte man sich halten können. Hätte. Muss aber nicht, denn jede Minute ist ein Genuss.

Fazit: Grandiose Bilder, grandiose Musik, grandiose Geschichte und vor Allem ein grandioser Martin Freeman als Bilbo Beutlin. 
Auf der Keksskala macht das 5 von 5 Keksen. Guten Hunger.